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Puppen

Lenziade 2004

Die Weiße Rose

Autor: Lilian Garrett-Groag
Regie: Martin Schuster

Februar 1943. Bei der Schlacht um Stalingrad sterben auf russischer und deutscher Seite hunderttausende Soldaten und Zivilisten. Der Afrikafeldzug der deutschen Wehrmacht gerät ins Stocken. Erstmals werden auch deutsche und österreichische Städte großflächig von den Alliierten bombardiert. Propagandaminister Joseph Goebbels ruft in seiner berühmt-berüchtigten Sportpalast-Rede zum "totalen Krieg" auf.

Genau am selben Tag werden die Geschwister Hans und Sophie Scholl von der Gestapo verhaftet, als sie an der Münchner Universität Flugblätter verteilen, die zum Widerstand gegen die Naziherrschaft aufrufen. Sie werden des Landesverrats verdächtigt und tagelangen Verhören unterzogen. Nach und nach werden auch andere Mitglieder ihrer Untergrundgruppe "Die Weiße Rose" verhaftet. Zunächst kann man ihnen nichts nachweisen; durch Absprache untereinander und durch rhetorisches Geschick gelingt es ihnen eine Zeit lang, die Polizei auf eine falsche Fährte zu locken. Doch irgendwann findet die Gestapo die Beweise stichhaltig genug, um die Mitglieder der "Weißen Rose" - alle zwischen 21 und 25 Jahre alt - dem Volksgerichtshof auszuliefern, der sie zum Tod durch das Fallbeil verurteilt.

Verhaftung, Verhöre, Verurteilung und Hinrichtung spielen sich in dem kurzen Zeitraum vom 18. bis zum 22. Februar 1943 ab. Das Hitler-Regime hat sich mit eiskalter Präzision und Schnelligkeit innerhalb von nur fünf Tagen der jungen "Volksschädlinge" entledigt, die in ihren Flugblättern versucht haben, dem deutschen Volk die Augen zu öffnen: "Im Namen der deutschen Jugend fordern wir vom Staat Adolf Hitlers die persönliche Freiheit, das kostbarste Gut, das wir besitzen, um das er uns in der erbärmlichsten Weise betrogen hat."

Das halbdokumentarische Drama "The White Rose", das auf den Original-Verhörprotokollen und auf den späteren Aussagen des Gestapobeamten Robert Mohr basiert, ist Lillian Garrett-Groags bekanntestes und populärstes Stück. Es wurde 1991 in San Diego, Kalifornien, uraufgeführt; die deutschsprachige Erstaufführung (Übersetzung: Constanze Hagelberg) fand im September 2000 am Jungen Theater in Bonn statt.

In ihrem Vorwort zu "The White Rose" schreibt die Autorin: "Ich wollte keine Biografie schreiben, vielmehr wollte ich zu erklären versuchen, wie Katastrophen geschehen."

-- Ausstellung "Die Weiße Rose" in der Volksbank Heidenreichstein --

Die Wanderausstellung über die Widerstandsgruppe "Die Weiße Rose", die bis jetzt in Graz und in Ebensee zu sehen war, wurde nun erstmals in Niederösterreich gezeigt.

Zusammengestellt von einem Historiker-Team der "Weiße Rose Stiftung" in München, bietet die Schau einen Einblick in das kurze Leben der Geschwister Hans und Sophie Scholl und ihrer Freunde, die 1943 wegen "volksfeindlicher Propaganda" zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden.



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'Phantasie muß grenzenlos sein dürfen. Denn gezähmt wäre sie keine Phantasie.'

August Everding (deutscher Regisseur)

 
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