Puppen

Lenziade 2000

Kein Wort zu viel von Liebe

Autor: Jonny Goertz
Regie: Manfred Wurz

DAS STÜCK

Fernando liebt Laura. Laura liebt aber Cesar. Lauras Kusine Anna liebt Fernando, der ihr von ihrem Oheim versprochen ist.
Bei einem Sondierungsbesuch gibt sich Fernandos Diener Pedro als Fernando aus und verliebt sich in Annas Dienerin Lucia, die sich als ihre Herrin verkleidet hat. Fernando der den Freund Pedros spielt, empfindet tiefe Zuneigung zu Anna die als ihr eigener Bruder dem Treffen beiwohnt.
Diese Verwirrung der Gefühle löst Anna durch List und Klugheit auf.

DER AUTOR

Bereits vor 20 Jahren hatte der heute 90-jährige "Jonny Goertz" das Stück "Kein Wort zuviel von Liebe" geschrieben. Eigentlich nur für sich. Auch mit 90 hat er sich noch lange nicht in den Ruhestand zurückgezogen. "Ich war schon immer ein Theatermensch", sagt er," und der bleibe ich, auch wenn ich nicht mehr auf der Bühne stehe." Über ein viertel Jahrhundert prägte Jonny Goertz die Stuttgarter Theaterlandschaft.
Bevor er am 1. September 1951 die Komödie im Marquardt mitbegründete, spielte und inszinierte er zwei Jahre beim "Jungen Theater". "Davor war ich Theaterdirektor in Rußland", so beschreibt er seine vierjährige Kriegsgefangenschaft, in der er zahlreiche Stücke schrieb und auf
die Bühne brachte. In viele Rollen durfte er während seiner Theaterlaufbahn schlüpfen, nur nicht in die des jugendlichen Helden, "dafür war ich um zehn Zentimeter zu klein." Doch er wußte sich zu helfen: Montags, wenn im Theater keine Vorstellung war, ging er mit einigen Kollegen in die Volkshochschule. Dort trugen sie in einer Art Lesung amerikanische Stücke vor; nicht selten war er dann der jugendliche Held.
Goertz Vorbild war Albert Schweizer. Auf einer Fahrt nach Lindau saß er mit diesem im Zug."Wir haben uns gut unterhalten, bis in Ulm drei wuselige Männer ins Abteil kamen." Sie wunderten sich, daß Schweizer dritter und nicht zweiter Klasse fahre, und der sagte: "Weil es keine vierte Klasse mehr gibt".



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'Es gäbe einen Weg, sämtliche Wirtschaftsprobleme zu lösen: man müßte die Selbstgefälligkeit steuerpflichtig machen.'

Jacques Tati *1907 - †1982, französischer Filmschauspieler und Regisseur

 
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