COVID-19 und die Bühne Heidenreichstein



Sehr geehrtes Publikum,
Wir leben in einer "neuen Normalität", und hoffen, dass wir bald wieder in die alte Normalität zurückkehren können. Nur bis dahin sehen wir uns außer Stande, Ihnen und uns das Theater zu bieten, das Sie und wir von uns gewohnt sind. Somit kamen wir zu dem, für uns wirklich schmerzhaften, Entschluss das Jahr 2020 vorbei ziehen zu lassen und alle Produktionen auf 2021 zu verschieben.

Wir werden weiter versuchen Ihnen auf unserer Facebook-Seite auf andere Art und Weise Kultur zu vermitteln.

Alle Abobesitzer brauchen nichts zu tun, die Abos behalten einfach für das Jahr 2021 ihre Gültigkeit.

Wir wünschen dennoch ein schönes 2020 und Xund bleiben!

Puppen

Piratenstück 1999

Abraham

Autor: Felix Mitterer
Regie: Andreas Krenner

DAS STÜCK

"Abraham" ist ein Stück über eine homosexuelle Liebe und darüber, wie ein Mensch mit sich zu kämpfen hat, der an Gott glaubt und an die Gesetze der Kirche, der seine Veranlagung selbst für Sünde hält. Und es ist ein Stück über die Liebe zwischen Vater und Sohn. Trotz dieser Liebe setzt der Vater den Sohn mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln unter Druck. Sein Motiv ist Angst. Die Angst, Ansehen, Macht und Ehre zu verlieren, in Schande zu fallen.

DER AUTOR ZUM STÜCK

"Die meisten Homosexuellen , die ich kenne - vor allem im Theatermilieu - ,können zu sich stehen, haben kaum Probleme mit sich und der Umwelt. Überhaupt ist in den Städten die Existenz erträglicher für sie, obwohl man auch dort - außerhalb des Gettos - selten schwule Liebespaare sieht, die sich öffentlich als solche zu erkennen geben, obwohl die meisten - ob Politiker, Manager, Angestellte - sich aus gutem Grund hüten, ihre Homosexualität zu offenbaren. Am Land aber ist die Lage immer noch viel prekärer, viel schlimmer. Und nicht nur den Druck von außen gibt es, sondern vor allem den Druck von innen,
aus sich selbst heraus.Homosexuelle am Land haben oft mit großen, übergroßen Schuldgefühlen zu kämpfen, weil sie sich für abnormal, für 'pervers' halten. Die Erziehung, die Normen der Kirche, das ganze Weltbild sitzen ihnen schwer, unabschüttelbar im Nacken. Die Welt vieler Väter bricht zusammen, sie gehen psychisch und manchmal auch physisch zugrunde, wenn sie von der Homosexualität ihres Sohnes erfahren. So ist 'Abraham' kein sogenanntes 'Aids-Stück', sondern ein Stück über eine homosexuelle Liebe und darüber, wie ein Mensch mit sich zu kämpfen hat,
der an Gott glaubt und an die Gesetze der Kirche, der seine Veranlagung selbst für eine Sünde hält. Und es ist ein Stück über die Liebe zwischen Vater und Sohn. Trotz dieser Liebe setzt der Vater den Sohn mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln unter Druck. Sein Motiv ist Angst. Die Angst, Ansehen, Macht und Ehre zu verlieren, in Schande zu fallen. Nachdem der Vater den Sohn schon längst auf dem Altar der gesellschaftlichen Konventionen geopfert hat, kommt es am Ende zu einem letzten Wiedersehen..."



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'Die Sprache ist der Ursprung aller Mißverständnisse.'

Antoine de Saint-Exupéry, Pilot *1900 - †1944

 
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