Puppen

Weihnachten 1989

Der gestiefelte Kater

Autor: Gebrüder Grimm
Regie: Andreas Krenner

Das Märchen ist eine kurze Prosaerzählung, die von phantastischen Zuständen und Vorgängen berichtet. In einer zeitlichen unf räumlich nicht festgelegten Sphäre greifen übernatürliche Mächte in die Alltagswelt ein. Tiere nehmen menschenähnliche Gestalt an und können reden; Zauberer, Riesen und Zwerge, Drachen und Feen schützen oder bedrohen den Menschen.
Die in einem Märchen zugrundeliegende Weltordnung ist immer einfach: Das Gute wird letztlich belohnt, das Böse immer bestraft. Die Gestalten des Märchen sind meist feste Typen: z.B. ein König, ein armes Mädchen...
Das im Volk durch lebendige Überlieferung erhalten Volksmärchen hat nach ständigen Neufassungen mit der sehr verbreiteten Sammlung "Kinder- und Hausmärchen" (1812-1814) der Gebrüder Grimm und mit ähnlichen Sammlungen den Höhepunkt und einen gewissen Abschluß gefunden.

Wenn Sie dieses Märchen aufmerksam studieren, dann werden Sie neben vielen lustigen und sehr komischen bestimmt auch etliche Szenen entdecken, die sehr viel Weisheit und Wahres, ja manchmal sogar Philosophisches beinhalten. Stellvertretend dafür möchte ich Ihnen nur eine kurze Textstelle präsentieren, die dies verdeutlichen soll:
Der ClownCarlo kniet vor der Prinzessin, worauf sie sagt: "Steh auf! Ich bin doch auch nur ein Mensch. Und wer bist du?"
Carlo darauf: "Ich bin von niederer Geburt, ganz unbedeutend, ein kleines Licht, ein Kerzenstummel."
Philippine entgegnet: "Auch kleine Kerzen brennen hell. Vor allem aber bist du ein Mensch, und jeder Mensch ist etwas Besonderes. Schon deinen Augen gibt es nur einmal auf der Welt, genauso wie dein Herz."

Andreas Krenner



Zur Besetzungsliste

<< Vorige Produktion Nächste Produktion >>
Zurück
'Theater ist Lustgewinn, Klarheit im Kopf, Erhalt der Utopiefähigkeit, der persönlichen wie der gesellschaftlichen, Schutz vor den Verletzungen des Geistes und des Körpers, moralische Lehre, Chance, die gefährlichen und gefährdeten Teile der eigenen Persönlichkeit zu erleben; Theater als Eingang ins Zwielicht des Verbotenen und Unerreichbaren, Theater als Überlebensversuch.'

Peter Eschberg (deutscher Intendant des Frankfurter Schauspiels)

 
Logo
1989
Stop
Vorlauf
Ruecklauf
rechts
Links
Ui