Puppen

Weihnachten 1988

Das Trollkind

Autor: Selma Lagerlöf
Regie: Herbert Poindl

Du bist schön. – Ich mag dich. Du bist hässlich. – Ich mag dich nicht.
Du bist gesund. – Du bist normal. Du bist krank. – Du bist nicht normal.
Du bist so wie ich. – Ich mag dich. Du bist anders. – Ich mach dich nicht.
Wenn ich dich nicht mag, kann ich dich nicht brauchen. Geh! Geh weg! Ich will dich nicht in meiner Nähe haben.
Du behinderst mich! Du bist mir eine Last! Ich möchte nicht so aussehen wie du! Ich schäme mich! Wenn ich einmal fett werde, will ich nicht mehr leben.
Denkst du auch so? Dann bist du nicht schön, sondern hässlich, nicht gesund sondern krank, nicht gut, sondern schlecht. Dann bist du für deine Umgebung eine Last. Dann musst du dich schnell ändern. Du musst gut denken. Das macht nichts. Du bist anders. Das ist gut so. Das ist schön. Du bist schön. Ich freue mich für dich.
Du bist hässlich? – Nein, du bist nur anders.
Du willst, dass alle dich mögen? – Mag dich erst selber!
Alle meiden dich? – Nein, geh ihnen nicht aus dem Weg.

Eine Frage: Bist du ein Trollkind? Ja?
Sei nicht traurig! Es gibt bestimmt wenigstens einen, der dich gern hat. Suche ihn doch!



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'Es ist besser ein kleines Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu klagen.'

Konfuzius

 
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