COVID-19 und die Bühne Heidenreichstein



Sehr geehrtes Publikum,
Wir leben in einer "neuen Normalität", und hoffen, dass wir bald wieder in die alte Normalität zurückkehren können. Nur bis dahin sehen wir uns außer Stande, Ihnen und uns das Theater zu bieten, das Sie und wir von uns gewohnt sind. Somit kamen wir zu dem, für uns wirklich schmerzhaften, Entschluss das Jahr 2020 vorbei ziehen zu lassen und alle Produktionen auf 2021 zu verschieben.

Wir werden weiter versuchen Ihnen auf unserer Facebook-Seite auf andere Art und Weise Kultur zu vermitteln.

Alle Abobesitzer brauchen nichts zu tun, die Abos behalten einfach für das Jahr 2021 ihre Gültigkeit.

Wir wünschen dennoch ein schönes 2020 und Xund bleiben!

Puppen

Theatersommer 1986

Michael Kohlhaas

Autor: Heinrich Kleist
Regie: Herbert Poindl

In der Thematik des Stückes geht es um das Recht der Selbsthilfe, wenn das Versagen des Staates vorliegt. Voraussetzung dafür ist aber ein "Rechtsgefühl, so fein wie eine Goldwaage", das Kohlhaas charakterisiert und auszeichnet.

Der Gegensatz von Pflicht und Begierde führt beim Junker Wenzel von Tronka, wie auch bei seinen Vettern Hinz und Kunz (Adel) zu keinem seelischen Spannungsverhältnis. So handelt sie zugunsten ihrer Neigung. Ihnen gegenübergestellt ist Kohlhaas (Bürgertum); alles hinterfragend und mit einem beständigen Schuldgefühl gegenüber der Gemeinschaft und dem Recht des anderen, mit der Annahme, selber fehlgegangen zu sein. Kohlhaas ist kein Provokateur. Käme er zu seinem Recht, wäre die Ordnung wieder hergestellt. Je mehr er aber dieses Recht sucht, desto weniger hat er Aussicht auf Erfolg.
Der äußere und innere Frieden, die Rechtssicherheit als Voraussetzung hiefür und die Bewahrung derselben als Lebensgrundlage, sind Rechtfertigung für den Gebrauch von "entsetzlichen Methoden", die schließlich zum Ziel führen, dem ordentlichen Rechtsverlauf, dem sich Kohlhaas bedingungslos unterordnet, weil sein "höchster Wunsch auf Erden" erfüllt ist.



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'Zwischen Himmel und Hölle ist nur ein ganz dünner Strich, auf dem das Leben halt so dahinstöckelt.....'

Heinz Rudolf Unger

 
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